Bremer Ratskeller - Бремен - Германия - Photo album - SUWICLUB
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Historie
Rathaus

Der heutige Bremer Ratskeller besteht seit 600 Jahren und blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Sein Name hat gewechselt vom "Weinkeller" zum „Stadtweinkeller“, „Ratsweinkeller“ und schließlich „Ratskeller“; sein Ruhm, eine der ehrwürdigsten und traditionsreichsten Gaststätten in Deutschland zu sein, ist seit seinem Bestehen ständig gewachsen.

Mittelalterliche Tradition

Einen städtischen Weinkeller hat es schon im mittelalterlichen Bremen als Vorläufer des jetzigen Ratskellers gegeben. Da der Rat schon vor 1330 das Privileg zum Kleinausschank von Weißwein besaß, bedurfte es auch entsprechender Räume, in denen er diesen ausschenken konnte. Im Jahre 1342 wird ein Stadtweinkeller erstmals urkundlich erwähnt. 1405 wurde mit dem Bau des Rathauses der Stadtweinkeller in die neu entstandenen Kellerräume unter dem Rathaus verlegt. Erweiterungen erfuhr der Ratskeller seit dem 16. Jahrhundert. Um 1550 entstanden nördliche der Halle der „Apostelkeller“ sowie das heutige „Senatszimmer“.

Priölken im Bremer Ratskeller
Um 1600 wurden an der Südseite der Halle kleinere hölzerne Verschläge abgetrennt, die heutigen "Priölken". Am Ostende der Halle wurde ein Raum eingerichtet, in den die ältesten und wertvollsten Weine des Kellers gelagert wurden. 1599 wird dieser Keller erstmals als „Rose“ bezeichnet.

Im Bremer Ratskeller werden nur deutsche Weine ausgeschenkt. Diese Tradition beruht auf dem im Mittelalter vom Bremer Rat übernommenen ertragreichen Weinmonopol. Schon 1330 wird das Rheinweinprivileg des Rats gesetzlich geregelt. Es wurde später immer wieder erneuert und bildete Grundlage für die Existenz und z.T. konkurrenzloser Blüte des Kellers. Nach 1815 ist das Ratsprivileg stillschweigend erloschen.

Größte Weinkarte Deutschlands

War es von Beginn an der Ehrgeiz des Bremer Rates, seinen städtischen Keller mit guten Weinen vor allem von Rhein und Mosel zu versehen, so präsentierte die Weinkarte des Bremer Ratskeller im Laufe der Zeit neben den Rhein- und Moselweinen allmählich auch alle anderen deutschen Weine aus allen 13 Anbaugebieten.

Heute verfügt der Bremer Ratskeller über die größte Weinkarte Deutschlands. Sie umfasst über 600 Sorten und Lagen; zum Vergleich: 1820 zählte die Weinkarte des Kellers nur 17 Weine, 1913 bereits 111. 1952 waren es immerhin schon 350; dies nach einem schwierigen Neubeginn ab 1948 mit zunächst weniger als 10 Sorten auf der ersten Nachkriegsweinkarte. Ein großer Teil der wertvollen Ratskellerweine ging in den Nachkriegswirren – mit Ausnahmen der alten Rose- und Apostelweine – verloren. Der Bestand musste sorgsam wieder aufgebaut werden. Heute werden in der Schatzkammer des Ratskellers wieder herausragende Flaschenweine aller Jahrgänge archiviert. Hier lagern allein über 100 verschiedenen Trockenbeerenauslesen. Insgesamt eine Sammlung von unschätzbarem Wert.

Dem Ratskellermeister sei Dank

Das für den Rat einträgliche Weingeschäft konnte nur unter sachkundiger Leitung eines Ratskellermeisters durchgeführt werden. Der Kellermeister war immer eine besonders wichtige Person, denn wenn auch die Gesamtaufsicht den Weinherren oblag, so unterstand dem Kellermeister die Aufsicht im Keller, das Weingeschäft und vor allem der Weineinkauf. Von den Kellermeistern mit ihren Weinkenntnissen hing es ab, dass der Bremer Ratskeller seinen Ruf erhalten konnte. Ihnen ist es zu verdanken, dass der Weinfreund auch heute im Bremer Ratskeller das vollständige Sortiment deutscher Weine vorfindet und trinken kann. Der Ratskeller ist stolz darauf, dass seine imponierende Weinkarte nicht etwa eine Renommierkarte ist; denn: alle Weine können getrunken werden, und sie werden auch getrunken. Für die Pflege deutscher Weinkultur wurde dem Bremer Ratskeller 1979 die Auszeichnung "Deutsche Weinkultur" verliehen.

Kaiserfrühstück im Ratskeller

Kein berühmter Besucher Bremens hat es im Laufe von mehr als 5 Jahrhunderten versäumt, in dem von ratsherrlichen Geschichten umwitterten Ratskeller zu Gast zu sein. Schon dadurch, dass der Keller zu allen Zeiten im städtischen Eigentum war, in ihm die ältesten deutschen Weine lagern, und der Rat eine besondere Stube (das jetzt so genannte Senatszimmer) für seine eigenen Gäste bereithielt, war der Ratskeller der gegebene Ort, große Herrn zu bewirten und zu feiern.

Es ist fast unmöglich, die lange Reihe derer zu nennen, die in den vergangenen Jahrhunderten den Bremer Ratskeller offiziell oder privat besucht haben. Häufigster Gast war zweifelsohne Kaiser Wilhelm II., der den Keller von 1890 bis 1914 jährlich einmal zu einem Kaiserfrühstück aufsuchte. Groß ist auch die Palette der Dichter und Komponisten. 1826 weilten hier Hauff und Heine (Phantasie im Bremer Ratskeller Gedicht "im Hafen"). Ihnen folgten Hoffmann von Fallersleben, Nikolai Gogol, Ihlans, Fontane und Gerhard Hauptmann, unter den Komponisten Karl Maria von Weber, Brahms, Max Bruch, Richard Wagner und Richard Strauß.

Bis auf den heutigen Tag entdecken hier i
Bremer Ratskeller
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Дата: 18.07.11 | Добавил: mkclub
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